Wie finden ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews dein Unternehmen – und was du 2026 wirklich tun musst

Andreas Kilkeew
5
min Lesezeit
Blog-Header-Illustration „Wie finden ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews dein Unternehmen – und was du 2026 wirklich tun musst": Enten-Maskottchen erklärt KI-Sichtbarkeitsfaktoren

Im Februar 2026 meldete OpenAI rund 900 Millionen wöchentliche Nutzer für ChatGPT – ein Jahr zuvor waren es noch 400 Millionen, Ende 2023 gerade einmal 100 Millionen. Parallel dazu enden inzwischen 60 Prozent aller Google-Suchen ohne einen einzigen Klick auf ein Suchergebnis, auf dem Smartphone sogar mehr als 75 Prozent. Wer diese beiden Zahlen zusammen liest, versteht, warum sich die Art, wie Menschen Unternehmen finden, gerade grundlegend verschiebt: Nutzer bekommen zunehmend direkte Antworten statt einer Liste blauer Links – und diese Antworten nennen oft nur zwei oder drei Anbieter, nicht mehr zehn. Wer darin nicht vorkommt, verliert den Kontakt zum potenziellen Kunden, bevor überhaupt eine Anfrage entstanden wäre.

Warum klassisches Ranking allein nicht mehr reicht

Klassisches SEO optimiert dafür, unter vielen Ergebnissen möglichst weit oben zu erscheinen. Generative Engine Optimization, kurz GEO, und Answer Engine Optimization, kurz AEO, verfolgen ein anderes Ziel: Sie sollen dafür sorgen, dass ein KI-System eine Marke aktiv empfiehlt, wenn es nach Anbietern in einer bestimmten Branche und Region gefragt wird. Was AEO und GEO im Detail unterscheidet, haben wir in einem eigenen Grundlagenartikel erklärt. Hier geht es um die praktische Seite: Wie entsteht eine KI-Empfehlung tatsächlich, und was kann ein Unternehmen in Hannover konkret tun, um Teil davon zu werden?

Wie eine KI-Antwort tatsächlich entsteht

Wenn ein Nutzer ChatGPT, Perplexity oder Google fragt, welcher Anbieter für ein bestimmtes Anliegen infrage kommt, generiert das Modell keine zufällige Antwort. Es kombiniert Wissen aus dem Training mit aktuellen Daten, die es sich in dem Moment aus dem Web holt, und bewertet dabei, welche Quellen vertrauenswürdig, aktuell und eindeutig einer Marke zuordenbar sind. Strukturierte Daten – technisch als JSON-LD im Quellcode einer Website hinterlegt – spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie funktionieren wie ein Übersetzer zwischen Website und KI-System und machen explizit, wer einen Inhalt veröffentlicht hat, worum es geht und wofür ein Unternehmen steht. Ohne diese Struktur muss das Modell raten. Mit ihr bekommt es klare Fakten, die es zuverlässig zitieren kann.

Welche Quellen KI-Systeme tatsächlich zitieren

Eine Auswertung von rund 70.000 KI-Antworten zeigt ein Bild, das viele Unternehmen überrascht: 51,5 Prozent aller Quellenverweise stammen von den offiziellen Websites und Blogs der Unternehmen selbst – das ist die gute Nachricht, denn eine gepflegte eigene Website bleibt der wichtigste Hebel. Gleichzeitig zeigt sich eine überraschend starke Rolle für Plattformen wie Reddit, das branchenübergreifend als eine der am häufigsten zitierten Einzelquellen gilt, sowie für YouTube und LinkedIn. Bemerkenswert ist außerdem, wie konzentriert die Zitate ausfallen: Die 15 am häufigsten zitierten Domains vereinen zusammen 68 Prozent aller Quellenverweise – eine deutlich stärkere Konzentration, als man sie aus dem klassischen Google-Ranking kennt.

Zwei weitere Faktoren spielen hinein, die man kennen sollte, auch wenn man sie nicht direkt beeinflussen kann: Ältere, etablierte Domains werden bevorzugt zitiert – rund die Hälfte aller Zitate entfällt auf Websites, die es seit über 15 Jahren gibt. Und Unternehmen mit Profilen auf anerkannten Bewertungsportalen werden nachweislich häufiger von ChatGPT zitiert als Unternehmen ohne solche Profile. Beides lässt sich nicht über Nacht ändern, zeigt aber, in welche Richtung die Vertrauenssignale gehen, die sich aktiv aufbauen lassen.

Die praktische Checkliste für lokale Unternehmen

Aus der aktuellen Forschung zu GEO- und AEO-Ranking-Faktoren lässt sich eine klare Reihenfolge ableiten, mit der ein Unternehmen in Hannover realistisch beginnen kann:

  • Google-Unternehmensprofil vollständig und konsistent pflegen. Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall identisch erscheinen – das ist gleichzeitig der stärkste lokale Rankingfaktor und ein zentrales GEO-Signal, weil KI-Systeme darüber ein Unternehmen einer Region eindeutig zuordnen.
  • Strukturierte Daten implementieren. LocalBusiness-Schema für die Startseite, FAQPage-Schema für bestehende Frage-Antwort-Bereiche, Article-Schema für Blogbeiträge – jedes davon macht Fakten maschinenlesbar, die ein KI-System sonst erraten müsste.
  • Echte Fragen der Zielgruppe direkt beantworten. Die zentrale Antwort sollte in den ersten Sätzen eines Textes stehen, nicht erst nach mehreren Absätzen Einleitung – KI-Systeme extrahieren bevorzugt kurze, eindeutige Antwortblöcke.
  • E-E-A-T sichtbar machen. Echte Autorennamen, echte Referenzen mit echten Ergebnissen, echte Zertifizierungen – alles, was Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit belegt, wirkt sich direkt auf die Zitierwahrscheinlichkeit aus.
  • Regelmäßig veröffentlichen. Aktualität ist ein bestätigter Faktor sowohl für klassisches Ranking als auch für KI-Zitate – eine Website, die sichtbar weiterlebt, wird eher als verlässliche, aktuelle Quelle eingestuft.
  • Präsenz auf vertrauenswürdigen Verzeichnis- und Bewertungsportalen aufbauen. Nicht in erster Linie, um dort Kunden zu gewinnen, sondern weil solche Profile als externes Vertrauenssignal in die Bewertung einzahlen, die KI-Systeme für Zitate heranziehen.

Realistisch sollte man mit ersten sichtbaren Verbesserungen nach vier bis acht Wochen rechnen, mit spürbaren, belastbaren Effekten nach drei bis sechs Monaten – GEO reagiert damit tendenziell schneller als klassisches SEO, weil KI-Systeme Inhalte kontinuierlich neu erfassen, statt in festen Crawling-Zyklen zu arbeiten.

Werkzeuge, die den Einstieg erleichtern

Für den Anfang reichen kostenlose Bordmittel von Google völlig aus: Die Google Search Console zeigt, wie eine Website technisch bei Google ankommt, und der Rich Results Test prüft in Sekunden, ob strukturierte Daten korrekt erkannt werden – beides kostenlos und ein guter erster Schritt, bevor man tiefer einsteigt. Wer wissen will, wie oft die eigene Marke schon jetzt in ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews auftaucht, kann auf spezialisierte GEO-Monitoring-Tools zurückgreifen; ein aktueller Vergleich der wichtigsten GEO-Tools gibt einen guten Überblick über Anbieter wie GeoStars oder SE Ranking, die genau das täglich verfolgen.

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

KI-gestützte Suche macht aktuell zwar noch weniger als ein Prozent aller Suchanfragen aus, wächst aber deutlich schneller als jede etablierte Suchmaschine – und beeinflusst bereits jetzt, wie Menschen über Anbieter nachdenken, bevor sie überhaupt googeln. Wer jetzt die Grundlagen schafft, gehört in ein bis zwei Jahren zu den Domains, die sich als vertrauenswürdige, etablierte Quelle etabliert haben – genau der Faktor, der laut aktuellen Auswertungen am stärksten über KI-Zitate entscheidet. Unter den Wettbewerbern, die wir für Hannover geprüft haben, hat bislang keiner sichtbar in diese Richtung investiert. Das ist aktuell eine offene Nische.

Bei Dein Blickfänger verbinden wir diese technische Seite der Sichtbarkeit mit echtem KI-Fachwissen: Wir sind Anthropic-zertifiziert und bringen dieses Wissen direkt in Strategie und Umsetzung für unsere Kunden ein – von der Website über strukturierte Daten bis zum Content, der tatsächlich zitiert wird. Du willst wissen, wo dein Unternehmen aktuell in ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews steht – und wie wir aus dem Entlein, das die KI-Suche bisher übersehen hat, einen Schwan machen, der ein echter und vor allem dein Blickfänger ist? Dann lass uns unverbindlich reden.

Andreas Kilkeew
Geschäftsführer, Creative Director

Dein Auftritt ist noch kein Blickfang?

Lass uns gemeinsam deine Marke zum Leben erwecken und sichtbar machen.